PFALZSOLAR REALISIERT PHOTOVOLTAIKKAFTWERKE AUF NIEDERLÄNDISCHEN DEPONIEN

Ludwigshafen , 19.06.18
Sonnenenergie von stillgelegten Deponieflächen ist ein echtes Win-Win-Ergebnis für Deponiebetreiber, PV-Anlagenbetreiber und natürlich die Umwelt. In Deutschland machen bereits zahlreiche Abfallwirtschaftsbetriebe von dieser klimafreundlichen Option Gebrauch und investieren in Photovoltaik, um so die Nachsorgephase von Deponien ökologisch nachhaltig und zugleich wirtschaftlich zu gestalten. Nach diesem Prinzip handelt auch die HVC Gruppe, einer der größten nicht-kommerziellen Abfallwirtschaftsbetriebe in den Niederlanden. Im Rahmen einer internationalen Ausschreibung von HVC hat sich PFALZSOLAR gegen die Mitbewerber durchgesetzt und den Zuschlag für die Planung und Errichtung von zwei PV-Anlagen auf Deponien mit einer Leistung von insgesamt 5,6 Megawattpeak (MWp) erhalten.
Und das mit gutem Grund: Die Pfalzwerke Tochter hat in den vergangenen Jahren immer wieder Photovoltaikprojekte auf Deponien realisiert und ihr Know-how in diesem Segment kontinuierlich erweitert. „Bei PV-Kraftwerken auf Deponien sind die Anforderungen an die Planung und Konstruktion der Anlage, insbesondere der Unterkonstruktion, deutlich anspruchsvoller als beispielsweise bei Freiflächenanlagen“, erklären Jürgen Hampel und Johannes Wolffram, die die Ausschreibung bei PFALZSOLAR als Projektmanager betreut haben. In der Regel muss eine Unterkonstruktion gewählt werden, welche die oftmals empfindliche Deponieabdeckung nicht beschädigt. So auch im Falle der beiden Deponien von HVC. In Boekelermeer in der Provinz Noord-Holland ist das Team von PFALZSOLAR kurz vor der Realisierung: Die rund 8.000 Module für das 2,3 MWp starke Solarkraftwerk werden voraussichtlich Ende August verlegt. In Wieringermeer  in der gleichen Provinz entsteht dann wenige Wochen später das zweite Projekt mit etwa MWp. Zusammen produzieren die beiden PV-Anlagen künftig jedes Jahr rund 5,6 Millionen kWh klimafreundlichen Sonnenstrom und ersparen der Umwelt im Vergleich zu nicht-regenerativen Energieerzeugungsarten circa 3.000 Tonnen CO2.
Maarten Meijer, der zuständige Projektmanager bei HVC, begrüßt die Zusammenarbeit mit PFALZSOLAR: „Für uns war es einerseits wichtig, einen Partner für die Umsetzung zu finden, der sowohl über relevante Referenzen im Deponiebereich als auch über die erforderlichen Zertifizierungen verfügt und zudem eine für uns wirtschaftliche Realisierung der Projekte ermöglicht. Andererseits haben wir uns natürlich auch einen Projektpartner gewünscht, mit dem wir auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Mit PFALZSOLAR haben wir uns gut aufgestellt, um unser Portfolio im Bereich Erneuerbare Energien auszubauen.“  HVC hat in den vergangenen Jahren intensiv in Erneuerbare Energien investiert, neben eigenen Photovoltaikanlagen betreibt das Unternehmen unter anderem Windparks und Geothermie-Kraftwerke.
Neben den beiden Deponieprojekten realisiert PFALZSOLAR zurzeit zwei Freiflächenanlagen und vier große Dachanlagen in den Niederlanden – mit einer Gesamtleistung von insgesamt 16 MWp. Das größte Dachprojekt darunter ist eine 4,2 MWp Anlage auf einer Logistikhalle in der Region Nordbrabant. Das Kraftwerk stellt eine Erweiterung zu einer von PFALZSOLAR in 2017 fertig gestellten PV-Anlage mit 2,2 MWp dar. „Unsere Projekte in den Niederlanden werden zunehmend größer. Im vergangenen Jahr haben wir noch überwiegend Dachanlagen mit weniger als einem MWp realisiert. Die größer werdenden Projekte spiegeln für uns auch die grundsätzliche Entwicklung des niederländischen PV-Marktes wieder, der nach wie vor stark auf Wachstumskurs ist“, erklärt Jürgen Hampel. Um den Anforderungen in den Niederlanden gerecht zu werden, hat sich PFALZSOLAR in diesem Mai im Bereich Arbeitssicherheit- und Gesundheitsmanagement (OHSAS 18001) zertifizieren lassen, zusätzlich zu den schon bestehenden Zertifizierungen für das Qualitäts- und Umweltmanagement (ISO 9001 und 14001). „Wir gehen davon aus, dass die Niederlande in den kommenden zwei Jahren weiterhin ein starkes Wachstum beim Photovoltaik-Zubau verzeichnen. Das Durchlaufen der entsprechenden Zertifizierungsprozesse war eine wichtige Voraussetzung, um auch in Zukunft die Energiewende in den Niederlanden mit vorantreiben zu können“, so Hampel.
Foto: PFALZSOLAR | Solarpark Noordwolde, 4 MWp, Niederlande