In Flomersheim bei Frankenthal hat die PFALZSOLAR GmbH das Repowering (=Erneuerung defekter oder leistungsschwacher Anlagenteile) einer 22 Kilowattpeak starken PV-Anlage für einen landwirtschaftlichen Betrieb übernommen. Die in 2005 installierte Anlage stand seit über 10 Jahren still.

Eine Investition in ein Solarkraftwerk für das eigene Dach lohnt sich heute mehr denn je. Die etablierte Technik und günstige Gestehungskosten sind der Hauptgrund dafür. Familie Best hat bereits im Jahr 2005 an die Technologie geglaubt – zu einer Zeit, als Photovoltaikmodule um ein Vielfaches teurer waren und die deutsche PV-Branche noch in den Kinderschuhen steckte. Leider wurde ihr Pioniergeist nicht belohnt. Die Solaranlage  mit 22 Kilowattpeak (kWp) auf einer Lagerhalle für landwirtschaftliche Geräte hat in den letzten Jahren keinen Sonnenstrom produziert. Die Ursache: schlechte Beratung und qualitativ minderwertige PV-Module. Der  Hersteller der Module und der Solarteuer waren nicht mehr im Markt aktiv, Garantieansprüche konnte Familie Best nicht geltend machen.

„Wir sind froh, dass sich die Familie an uns gewendet hat. Mit einem kompletten Repowering, also dem Austausch sämtlicher Module, ließ sich der wirtschaftliche Totalschaden abwenden“, erklärt Dominic Lauer, Leiter Privat-  und Geschäftskundenvertrieb bei PFALZSOLAR. Die Familie Best hat Glück im Unglück. Die Einspeisevergütung,  die sie gemäß Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) ab Inbetriebnahme ihrer PV-Anlage erhält, hat auch bei  einem Repowering Bestand. Im Jahr 2005 betrug der Vergütungssatz knapp 55 Cent pro Kilowattstunde, für einen Zeitraum von 20 Jahren zuzüglich des Jahrs der Inbetriebnahme. Für Familie Best bedeutet das: Sie hat noch etwas mehr als acht Jahre Anspruch auf diesen Vergütungssatz. Damit rechnet sich die Kompletterneuerung seiner Anlage – diese amortisiert sich bei Volleinspeisung bereits nach weniger als vier Jahren. Nach Ablauf der EEG-Laufzeit stellt Familie Best auf Eigenverbrauch um und nutzt den Strom vom eigenen Dach für ihren Betrieb.

Das Repowering-Projekt hat PFALZSOLAR innerhalb von vier Wochen umgesetzt. Neben der Demontage der alten Anlage und der Neuinstallation fand zudem eine Dachsanierung statt, denn das Gebäude hatte noch eine alte Asbest-Eindeckung. In diesem Zusammenhang lobt Lauer die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit allen Beteiligten: „Dass ein solches Projekt so reibungslos läuft, ist nicht selbstverständlich und erfordert die optimale Koordination von Montagekräften, Sanierungsarbeiten, Asbest- und Modul-Entsorgung und natürlich auch eine enge Abstimmung mit dem Netzbetreiber.“ Mit letzterem hatte PFALZSOLAR im Vorfeld der Bauarbeiten ein Messkonzept zur Sicherung der alten Einspeisevergütung abgestimmt. „Grundsätzlich ist Repowering eine Option, über die Betreiber älterer Anlagen nachdenken sollten“, so Lauer. „Denn in der Regel sind die Mehrerträge durch die verbesserte Anlagenleistung deutlich höher als die Kosten für den Austausch einzelner oder sogar aller Solarmodule.“