KEINE DACHDURCHDRINGUNG: PFALZSOLAR STELLT GROSSE PV DACHANLAGE IN REILINGEN FERTIG

Ludwigshafen , 19.09.18
Photovoltaik Anlage in Reilingen Gemüsebau Großhans
Große Projekte bringen nicht selten große Herausforderungen mit sich. Das Photovoltaik-Kraftwerk für den Gemüsebau Großhans in Reilingen ist dafür ein gutes Beispiel: Hier hat das PFALZSOLAR Team aus Ludwigshafen eine 540 Kilowattpeak (kWp) starke Photovoltaikanlage, bestehend aus rund 1900 Solarmodulen, auf der Lagerhalle des Gemüsebaues installiert, komplett ohne Dachdurchdringung. Dem Baubeginn vorausgegangen war eine langwierige Diskussion mit dem Hersteller des Lagerhallen-Dachs.
Das Dach der Lagerhalle auf dem Hof des Gemüsebaus Großhans eignet sich auf den ersten Blick perfekt für eine Photovoltaikanlage: Größe, Ausrichtung, Neigung, Statik – alle Rahmenbedingungen scheinen optimal. Dennoch wollte der Hersteller der Sandwich-Dachelemente keine Freigabe für das zertifizierte und statisch geprüfte Photovoltaik-Montagesystem geben. Aus Sicht von PFALZSOLAR nicht nachvollziehbar – aber kein Grund für ein „Projektaus“.  Dominic Lauer, Leiter Privat- und Geschäftskundenvertrieb, erklärt: „Für das Projekt kam ein Montagesystem zum Einsatz, das bereits in tausenden Multimegawatt Projekten verwendet wurde. Doch auch für solch erprobte Systeme holen wir üblicher Weise die Freigabe des Dachherstellers ein, schließlich braucht der Gebäudeeigentümer eine hundertprozentige Sicherheit. In diesem Fall erwies sich die Zusammenarbeit mit dem Sandwichhersteller als schwierig.“ Zusammen mit dem Produzent des Photovoltaik-Montagesystems, PMT (Premium Mounting Technologies), entwarf das Team von PFALZSOLAR eine Lösung, die auf Beschwerung statt Dachdurchdringung basiert. Mittlerweile ist das Kraftwerk in Betrieb und produziert nun Jahr für Jahr rund 500.000 Kilowattstunden umweltfreundlichen Sonnenstrom.
Mit dem Strom von seinem Dach kann Karsten Großhans, Inhaber des Gemüsebaus, nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch über 120 durchschnittliche Haushalte mit Energie versorgen. Den Strom, den die PV-Anlage produziert, speist der Unternehmer vollständig in das öffentliche Stromnetz ein, da der Stromverbrauch der Halle selbst deutlich unter der Erzeugung des Solarkraftwerks liegt. Jede Kilowattstunde wird über einen Zeitraum von 20 Jahren zuzüglich des Inbetriebnahmejahrs gemäß Erneuerbare Energien Gesetz mit knapp 11 Cent vergütet. Eine Rechnung, die aufgeht – für die Umwelt, aber auch wirtschaftlich.
„Natürlich nimmt der Anteil an PV-Anlagen, die für den Eigenverbrauch konzipiert sind, immer weiter zu – und das ist auch gut so. Schließlich gibt es keine günstigere und umweltschonendere Technologie, um sich dauerhaft unabhängig von steigenden Strompreisen unabhängig zu machen,“ so Dominic Lauer. Gleichzeitig betont er aber: „Wir haben in Deutschland noch unzählige Dachflächen, die sich perfekt für Photovoltaik eignen, deren Potenzial jedoch ungenutzt bleibt. Dazu zählen beispielsweise Lagerhallen, die selbst keinen hohen Stromverbrauch aufweisen. Diese Dachflächen sollten wir aktiv nutzen, um die Energiewende in Deutschland voranzubringen. Das lohnt sich in jeder Hinsicht – auch wenn solche Projekte in einzelnen Fällen besondere Herausforderungen mit sich bringen.“