WEITERES GROSSPOJEKT IN THÜRINGEN: PFALZSOLAR ERRICHTET SOLARPARK AUF STILLGELEGTER DEPONIE IN BAD SALZUNGEN

Ludwigshafen , 27.11.15

In der vergangenen Woche hat die Ludwigshafener Pfalzsolar GmbH offiziell den ersten Spatenstich für ein weiteres Großprojekt in Thüringen gesetzt: Auf der stillgelegten Deponie Allendorf-Kloster in Bad Salzungen errichtet die Pfalzwerke-Tochter derzeit einen Solarpark mit einer Leistung von 2,3 Megawatt. Schon im Januar, nach einer kurzen Bauzeit von nur rund 10 Wochen, soll das neue Kraftwerk ans Netz gehen und erstmalig Strom einspeisen.

Die zügige Umsetzung des Projekts ist vor allem auch dem Engagement der beteiligten Behörden und Projektpartner zu verdanken, wie etwa dem Grundstückeigentümer und Verpächter der Deponie, dem Abfallwirtschaftszweckverband Wartburgkreis / Stadt Eisenach. „Projekte dieser Größenordnung sind nicht alltäglich. Gerade im Genehmigungsprozess und in der Grundstückssicherung ist unsere langjährige Erfahrung im Großanlagenbau deshalb ein Vorteil. Noch viel wichtiger für das Gelingen ist aber die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.“ Betont Thomas Kercher, Geschäftsführer der Pfalzsolar.

Die Errichtung einer Freiflächenanlage auf einer Deponie ist jedoch nicht nur im Hinblick auf das Genehmigungsverfahren eine Herausforderung, sondern auch aus technischer Sicht. Im abgedichteten Bereich der rekultivierten Haus- und Gewerbemülldeponie Allendorf-Kloster ist eine maximale Rammtiefe von 0,8 Metern zulässig. Dies ist ein entscheidender Faktor für die Wahl der Unterkonstruktion. Hier arbeitet Pfalzsolar mit dem Trägersysteme-Hersteller CWF zusammen. Die mehr als 8.000 Solarmodule, die zur Errichtung des Solarparks benötigt werden, stammen vom deutschen Hersteller SolarWorld aus Bonn. Die Photovoltaikanlage auf der stillgelegten Deponie produziert ab Ende Januar jährlich 2,4 Millionen Kilowattstunden CO2-neutralen Solarstrom, der mit 8,91 Cent je Kilowattstunde vergütet wird – für einen Zeitraum von knapp 21 Jahren. Das Projekt fällt damit noch unter des EEG 2014 und nicht unter die im Januar von der Bundesregierung beschlossene Freiflächenausschreibungsverordnung (FFAV).

Das neue Solarkraftwerk in Bad Salzungen ist eines der wenigen in dieser Größenordnung, die zurzeit in Deutschland realisiert werden. Dies geht unter anderem aus den vor der Bundesnetzagentur (BNA) veröffentlichten Datenmeldungen über neu installierte PV-Anlagen hervor. So wurden beispielsweise in diesem September Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 74 Megawatt gemeldet, darunter lediglich eine Anlage mit mehr als 2 MW. Die Datenmeldungen von Oktober wurden von der BNA bis dato nicht veröffentlicht. „Es ist nach wie vor möglich, in Deutschland Großprojekte wirtschaftlich umzusetzen – es erfordert aber eine Menge Know-how und optimale Rahmenbedingungen.“ Erklärt Kercher und mach so deutlich, weshalb sich viele Projektierer aus dem deutschen PV-Markt zurückziehen. Die Pfalzsolar selbst sieht in Deutschland noch großes Potenzial für weitere Freiflächenprojekte. Darüber hinaus ist das Unternehmen auch verstärkt im Segment Privat- und Geschäftskunden tätig sowie im Bereich technische Betriebsführung von Groß- und Kleinanlagen.